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Geschenkidee Gin - Was man über Gin wissen muss

Gin

Ihr möchtet euch selbst, euren Freunden, Bekannten oder einem Familienmitglied etwas Gutes tun? Ob Einsteiger oder Liebhaber, echte Gin Klassiker kommen immer gut an. Doch es gibt nicht nur die klassischen Gin-Marken, sondern inzwischen auch eine Vielzahl an junger Firmen mit tollen Gins. Ihr habt allerdings nicht nur die Möglichkeit eine einfache Flasche zu verschenken, es gibt auch spezielle Sets und eine Vielzahl an Zubehör. Und da die wenigsten ihren Gin pur trinken ist auch beispielsweise ein gutes Tonic Water wichtig. Echte Liebhaber nutzen auch spezielle Gin Gewürze sowie Cocktail Shaker zur Zubereitung der Drinks.

 

Ihr möchtet beim überreichen des Geschenks beeindrucken? Hier ein paar Informationen für echte Schlaumeier:

Herstellung von Gin

Die Ausgangsbasis ist Agraralkohol aus Getreide oder Melasse, hinzu kommt die Aromatisierung mit Wacholderbeeren, Koriander und weiteren Gewürzen. Herstellerabhängig können das unter anderem

  •  Ingwer,
  • Orangenschalen (Flavedo),
  • Muskat oder
  • Paradiesapfelkerne (Calville-Äpfel)

sein. Es gibt rund 120 verschiedene Zutaten für Gin, doch jeder Hersteller verwendet nur einige von ihnen, um eine spezielle Sorte zu schaffen. Die Aromatisierung erfolgt entweder während der Destillation oder nachträglich. Zum Einsatz kommen zwei Destillationsverfahren: Die Alkoholdämpfe werden entweder über die Gewürze geleitet, um die Aromen aufzunehmen, oder man legt die Gewürze in den Rohalkohol ein und destilliert sie mit diesem zusammen. Dieses Verfahren heißt Mazeration.

Alkoholgehalt von Gin

Laut EU-Vorschrift muss Gin mindestens 37,5 Volumenprozent Alkohol enthalten, in der Schweiz gilt dasselbe. Viele Ginsorten sind aber stärker, um zusammen mit den Gewürzaromen einen runden Geschmack zu erzeugen.

Ginsorten

Es gibt reinen und destillierten Gin, diese Unterscheidung hat etwas mit der Herstellung zu tun. London Gin ist beispielsweise destillierter Gin. Die Definition bedingt, dass

  • nur landwirtschaftlicher Ethylalkohol verwendet wird,
  • das Aroma durch erneute Destillation des Ethylalkohols zusammen mit den pflanzlichen Zutaten entsteht,
  • der Zuckergehalt maximal 0,1 g/l beträgt und
  • keine Farbstoffe zugesetzt wurden.

Ein London Gin ganz ohne Zucker ist London Dry Gin. Nennenswerte Sorten sind außerdem Tanqueray mit intensivem Aroma aus frischen Früchten und Kräutern, Bombay Sapphire, Beefeater Crown Jewel, Gordons Gin, Saffron Gin aus Dijon, GVine auf der Basis von Weingeist und Old Tom Gin. Sloe Gin ist übrigens kein echter Gin, sondern ein auf Gin basierender Likör mit einer Aromatisierung durch Schlehenbeeren. In Deutschland nennt man ihn auch viel häufiger Schlehenlikör bzw. Schlehenfeuer.

Woher stammt der Gin?

Vermutlich wurde er erstmals um 1650 vom Genfer Arzt Franciscus Sylvius destilliert, Wilhelm III. von Oranien-Nassau popularisierte ihn nach seiner Thronbesteigung 1689 in England. Dort durfte der Wacholderschnaps steuerfrei produziert werden, während auf andere vor allem ausländische Alkoholika hohe Steuern fällig wurden. In England erlebte der Gin seine erste Blüte, ab 1769 stieg die Londoner Gordon Co. in die Ginherstellung ein. Noch im 18. Jahrhundert wurde der billige Alkohol vor allem in unteren Bevölkerungsschichten so populär, dass soziale und gesundheitliche Probleme auftraten.

 

Mit dem britischen Gin Act von 1791 wurden neue Qualitätsrichtlinien erlassen, welche die Herstellung etwas verteuerten, den Gin weniger gefährlich machten und ihn gesellschaftlich besser etablierten. London war das Ginzentrum der Welt, die Sorten hießen nach den Stadtteilen, in denen die Destillen standen (unter anderem Finsbury). Eine verfeinerte Ginkultur entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert, als man Cocktails entdeckte, für die der Gin eine hervorragende Basis schafft. Ab dem Ende des 20. Jahrhunderts schufen die Hersteller immer mehr interessante Sorten für unterschiedlichste Vorlieben, um sich auf dem umkämpften Markt durchsetzen zu können.

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